Wir Pflanzen Bohnen im WandelGarten

Gespeichert von @username am Mo, 02/20/2017 - 13:44
Umweltpädagogik

Die Kinder erhalten verschiedene Bohnensorten in die Hände. Es gibt Vor und Nachteile der jeweiligen Sorten. Zuerst einmal gibt es Stangen und Buschbohnen, die Bezeichnung gibt schon Aufschluss über die grobe Wachsform. Bei den Buschbohnen wird weiterhin zwischen jenen Bohnen unterschieden die unter den Blättern und oberhalb wachsen. Wir haben Buschbohnen der Sorte „Maxi“ eingepflanzt, diese wachsen zum leichteren Pflücken oben heraus.

Die Bohnen werden zwischen 1-24 Stunden in lauwarmen Wasser oder Kamillentee vor der Pflanzung eingeweicht. Der Kamillentee unterstützt die Pflanze beim späteren wachsen. Dazu sind unsere Bohnen mit Urgestein Mehl bestrichen worden, dies bietet ihnen Schutz gegen Pilzbefall.

Ein Kompost die „Wurmfarm“ wird von Kompostwürmern beheimatet, dieses unterscheiden sich in einem Merkmal besonders von den Regenwürmern, sie verzehren täglich die Hälfte ihres Gewichtes an Nahrung.

Eine große Badewanne dient auch als Kompost, unterhalb läuft durch den Abfluss anstatt altem Badewasser, „Regenwurmtee“. Dieser dient verdünnt als Dünger in Gießkannen.

Danach dürfen die Kinder unbemalte Eierkartons und Pappe klein rupfen und anschließend zu verschiedenen Komposten hinzutun. Dabei bringt dies gleich zwei Vorteile, Regenwürmer mögen Zellulose und die Pappe saugt Feuchtigkeit auf, die ansonsten zur Fäule führen kann.

Als nächstes werden verschiedene Aufgaben verteilt, jedes Kind darf mithelfen.

  1. Die erste Gruppe soll für die zwei kleinen Bohnen-Beete den Boden umgraben, Grassoden entfernen und die Erde lockern;

  2. Die zweite Gruppe soll Erde vom Erdhügel sieben;

    Dazu wird mit Harke, Pickel und kleinen Schaufeln die Erde vom Hügel gelöst und mit Schaufeln auf ein Sieb in eine Schubkarre geschaufelt, damit sie dann mit Handschuhen und Schaufeln gesiebt werden kann. Hierbei passen wir auf, dass keine kleinen Lebewesen wie Regenwürmer und Kellerasseln verletzt werden.

  3. Die dritte Gruppe soll Kompost sieben. Das geschieht ähnlich wie bei der zweiten Gruppe, durch ein Sieb über einer Wanne wird die Komposterde aufgefangen. Hierbei werden die Kompostwürmer sorgsam wieder in den Kompost wieder zurückgesetzt.

    Wir entdecken viele Regen-, und Mist-/Kompostwürmer, Kellerasseln, Engerlinge und Käfer und denken an das Figurentheater von Gregor Schwank, in dem diese Tiere die Hauptdarsteller waren.

    Die Beete werden nun vorbereitet:

    Wir legen und zerkleinern Stöcke und Äste auf den Beetgrund, damit die Bohnen es nicht zu feucht haben.

    Eine Schicht gesiebte Komposterde bringen wir darüber aus, dann die ein Gemisch aus Kompost und Erde.

    Nun kommt noch Schafwolle für das Beet. Die rupfen wir klein und verteilen sie gleichmäßig auf den Beeten, denn die Bohnen mögen es auch gerne warm. Darauf kommt nun die gesiebte Erde und ein bisschen Sand. Jetzt können wir unsere Bohnen setzten, pflanzen. Mit Fingern ziehen wir vier kreisförmige Furchen, damit jedes Kind zwei Bohnen pflanzen kann. 

    Drumherum säen wir zwei Freunde der Bohne: das Bohnenkraut einfach auf die Erde aus, denn das ist ein Lichtkeimer.

    In die Kreise werden in kleine Löcher Grünkohlsamen gesät und mit Erde bedeckt.

     

     

    Nun können wir jeden Mittwoch, wenn wir uns dort treffen, den Bohnen beim Wachsen zuschauen.

    Nach 4 Wochen sollte die Erde um die Bohnenpflanzen angehäufelt werden. Nach 6 bis 8 Wochen können wir schon ernten.

    Wir sind gespannt!